Kleines Lexikon mit Informationen zum Produkt: Offsetdruck
Offsetdruck Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, das im Bücher-, Zeitungs-, Akzidenz- und Verpackungsdruck weit verbreitet ist. Der Offsetdruck entstand aus dem Steindruck und beruht auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten verschiedener Stoffe. Physikalische Grundlage ist die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Druckplatte. Die druckenden Teile der Platte sind lipophil (ziehen Öle an, stoßen Wasser ab) und nehmen daher die Farbe auf. Der nicht druckende Teil der Platte ist hydrophil, zieht also Wasser an. Die so zuvor mit Wasser benetzten Teile nehmen daher keine Farbe auf, sondern nur der lipophile, druckende Teil. Indirektes Druckverfahren bzw. der Begriff Offsetdruck bedeutet, dass nicht direkt von Druckplatte auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze übergeben wird. Anbieter die sich mit Offsetdruck befassen, sind meist regional tätig. Heute werden rund zwei Drittel aller weltweit hergestellten Drucksachen im Offsetdruck produziert. Bedruckt werden können alle Bedruckstoffe, die einen dünnen Materialbogen haben. Üblicherweise wird der Offsetdruck zur Produktion von Zeitschriften, Tageszeitungen, Versandhauskatalogen und Magazinen eingesetzt. Auch großformatige Plakate können mittels Offsetdruck hergestellt werden. Buchdruck Beim klassischen Buchdruck handelt es sich um ein Hochdruckverfahren, das wahrscheinlich schon um 1040 in China bekannt war. Heute werden Bücher meistens im Offsetdruck gedruckt, selten im Tiefdruckverfahren. Das neueste Verfahren ist der Digitaldruck. Während beim Offsetdruck noch Druckplatten produziert werden, verzichtet man bei Digitaldruck völlig auf die Herstellung von Druckvorlagen. Diese Techniken schaffen die Voraussetzungen für das Book on Demand. Flachdruck Zum Flachdruck gehören der Steindruck, der Offsetdruck und der Lichtdruck. Der Offsetdruck ist die Weiterentwicklung des direkten Steindruckes zum indirekten Flachdruck. Der Flachdruck arbeitet nach dem Prinzip, dass Fett und Wasser sich abstoßen. Der Druckstock ist hierbei chemisch bearbeitet, sog. mikrorau. Die druckenden, fettfreundlichen Formbestandteile, zum Beispiel Zeichnungen, werden mit Tusche, Fettkreide, Fettstiften oder auf fotografischem Wege aufgetragen und nehmen die Farbe. Die Restfläche ist hydrophil aufbereitet, nimmt das Feuchtwasser auf und stößt die Farbe im folgenden Druckprozess ab. Die druckenden Flächen werden als lipophil, die nichtdruckenden als hydrophob bezeichnet. In der Praxis werden Bogen- und Rollenoffsetdruckmaschinen eingesetzt. Vorteile des Offsetdruck sind die große Vielfalt an Bedruckstoffen und die schnelle und kostengünstige Herstellung der Druckformen. Tageszeitungen, Massendrucksachen und Zeitschriften sind mit hohen Auflagen oder Umfängen im Rollen Offsetdruck wirtschaftlich. Plakate, Fotobücher, Werbedrucksachen oder hochveredelte Druckerzeugnisse werden bei kleinen bis mittleren Auflagen im Bogen Offsetdruck wirtschaftlich und mit hoher Qualität hergestellt. Es gibt eine Vielzahl an Lieferanten die den Offsetdruck, den Flachdruck u.ä. anbieten. Druckfarbe Druckfarben sind in ihrer Zusammensetzung und in ihren Eigenschaften an das jeweilige Druckverfahren (Offsetdruck, Siebdruck, Tampondruck) angepasst. In allen Flachdruckverfahren, wie Offsetdruck, und im Buchdruck werden pastöse und hochviskose Farben verwendet. Im Flexodruck und Tiefdruck hingegen werden niedrigpastöse, dünnflüssige Farben benutzt. Im Siebdruckverfahren sind die gewählten Farben und ihre Eigenschaften von dem jeweiligen Verwendungszweck abhängig. Die historische Buchdruckfarbe der schwarzen Kunst bestand aus Ruß der durch kräftiges Einspachteln in das selbstaushärtende Leinöl dispergiert wurde. Moderne Druckfarben sind hochkomplexe Stoffgemische und werden von unterschiedlichen Lieferanten hergestellt.
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